Infektionsrisiko durch gestaffelte Schulanfangszeiten senken

In der kommenden Woche soll der Wechselunterricht in den 5. und 6. Klassen starten und in zwei Wochen sollen die weiteren Jahrgangsstufen folgen. Vor der Ausweitung des Wechsel-unterrichts auf die weiterführenden Schulen fordert die GRÜNE-Stadtratsfraktion, die An-fangszeiten der Schulen zu staffeln, um das Infektionsrisiko in Bussen und Bahnen zu sen-ken.
Hierzu erklärt Gunther Heinisch, Mitglied des Schulträgerausschusses:

„Unter dem Eindruck des zweiten Lockdowns mit Notbetreuung und wochenlangem Distan-zunterricht müssen jetzt alle Möglichkeiten genutzt werden, um die Infektionsrisiken zu sen-ken. Dabei kommt es auch entscheidend darauf an, Gedränge in den Bussen und Straßen-bahnen so weit wie möglich zu vermeiden. Das Ziel aller Beteiligten muss sein, dass so viel Präsenzunterricht wie möglich stattfinden kann und dass wir gleichzeitig das Infektionsrisiko so niedrig wie möglich halten können.

Auch wenn die Schüler*innen den Abstand in den Bussen und Bahnen einhalten wollen, hängt es vom Platz und der Personenzahl in den Fahrzeugen ab, inwieweit ihnen das auch tatsächlich möglich ist. Gestaffelte Anfangszeiten können die Busse und Bahnen gerade in den Zubringerlinien zu den großen Schulstandorten in Mainz deutlich entlasten.

Derzeit breiten sich neue Virusvarianten aus, die stärker ansteckend sind und die zunehmend auch durch jüngere Menschen übertragen werden. Jede mögliche Entzerrung in den Stoßzeiten ist ein guter Beitrag, dieser veränderten Risikolage zu begegnen.

Zweifellos müssen wir anerkennen, dass gestaffelte Anfangszeiten mit schulorganisatorischen Herausforderungen verbunden sind. Aber es kann keine Alternative sein, dass die weitere Öffnung der Schulen länger als nötig auf sich warten lässt. Deshalb sind flexible Lösungen nötig, wenn es jetzt darum geht, schrittweise den Präsenzunterricht wieder hochzufahren und dabei vermeidbare Infektionsrisiken zu vermeiden.“

Verwandte Artikel