Auf ihrer Mitgliederversammlung haben BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Mainz ein kraftvolles Zeichen für mehr Klima- und Hitzeschutz gesetzt. Sie bekräftigten das Ziel der Landeshauptstadt, bis 2035 klimaneutral zu werden. „Dieser Sommer hat mehr als deutlich gezeigt, dass wir unsere Anstrengungen, um dieses Ziel zu erreichen, erhöhen müssen”, so die beiden Kreisvorsitzenden Teresa Bicknell und Christoph Kozubek. In drei wegweisenden Beschlüssen zum Klimaschutz, Hitzeschutz und Umweltschutz haben sich die Mitglieder für effektive Klimaanpassungs-maßnahmen, gegen das Gaskraftwerk auf der Ingelheimer Aue und für den Erhalt der Draiser Senke ausgesprochen.
„Die Klimakrise hat Mainz in voller Härte erreicht, deshalb müssen wir jetzt unsere Anstrengungen im Klimaschutz erhöhen und die Menschen zugleich vor den drastischen Auswirkungen schützen. Mit unserem Beschluss treiben wir den Hitzeschutz konsequent voran. Wir wollen mehr Bäume und Grünflächen, ein überprüfbares Entsiegelungsziel, geschützte Kaltluftschneisen sowie mehr Schatten, kühle Orte und kostenloses Trinkwasser. So sorgen wir dafür, dass alle Menschen auch in heißeren Sommern gesund und sicher in Mainz leben können“, kommentierte Kreisvorsitzende Teresa Bicknell den ersten Beschluss.
„Bereits im Februar 2021 hat der Mainzer Stadtrat die Klimaneutralität 2035 beschlossen. Wir erleben zurzeit einen Rollback in Sachen Klimaschutz durch die Bundesregierung. Das auf der Ingelheimer Aue geplante Gasmotorenkraftwerk, das regulär am Strommarkt teilnehmen soll, darf nicht gebaut werden. Ein sogenannter wirtschaftlicher Regelbetrieb mit 2.000 Volllaststunden im Jahr oder eine dauerhafte Teilnahme am Strommarkt sind mit den Mainzer Klimazielen nicht vereinbar”, erklärte Bicknell zum Beschluss zum Gaskraftwerk.
Der dritte Antrag behandelt die nachhaltige Entwicklung der Mainzer Universitätsmedizin. ”Die GRÜNEN Mainz unterstützen die notwendige Modernisierung und Weiterentwicklung der Universitätsmedizin ausdrücklich. Gleichzeitig stehen wir zum Schutz der Draiser Senke und setzen uns dafür ein, dass diese wertvolle Frei- und Naturfläche dauerhaft erhalten bleibt. Eine Stadt wie Mainz braucht eine zukunftsfähige Universitätsklinik. Wir werden darauf hinarbeiten, dass realistische Varianten geprüft werden. Dazu gehören insbesondere eine qualifizierte Weiterentwicklung des bestehenden Standorts oder eine kombinierte Lösung aus dem bestehenden Standort und ergänzenden, klimaverträglichen und bereits erschlossenen Flächen. Die Draiser Senke muss für die Universitätsklinik und jede andere Bebauung tabu bleiben”, so Christoph Kozubek, Kreisvorsitzender der Mainzer GRÜNEN, zu dem Beschluss.
