Familiennachzug: Was wäre, wenn es Ihr Kind wäre?

Anlässlich der heutigen Abstimmung im Bundestag zum Familiennachzug und zum Abstimmungsverhalten der Mainzer CDU-Bundestagsabgeordneten Ursula Groden-Kranich erklärt Christian Viering, Kreisvorstandssprecher von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Mainz:

„Die heute von den zukünftigen Koalitionspartnern SPD und Union durchgewunkene Regelung zum Familiennachzug hat für uns GRÜNE nichts mit Humanität und dem im Grundgesetz festgeschriebenen besonderen Schutz von Ehe und Familie zu tun. Integration kann doch nur funktionieren, wenn man sich nicht um die Familienmitglieder sorgen muss, welche unter ungewissen Umständen im Kriegsgebiet oder im überfüllten Flüchtlingslager leben. Zudem ist die viel gepriesene Härtefallklausel nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein, besteht sie doch bereits jetzt und ermöglicht nur rund 10 Menschen pro Monat den Nachzug.“

Viering wendet sich auch direkt an die Mainzer CDU-Bundestagsabgeordnete Ursula Groden-Kranich:

„Liebe Frau Groden-Kranich, wir erinnern uns noch gut an ihre hochtrabenden Worte zum Schutz von Ehe und Familie anlässlich der Abstimmung zur „Ehe für Alle“ im Sommer 2017. Heute dann die Wiedervereinigung von so geeinten Menschen abzulehnen, zeigt ihre gefährliche Doppelmoral. Man kann doch nicht den Wert der Menschen und ihr Recht auf Liebe, Ehe und Familien nach Herkunft oder sexueller Orientierung gegeneinander aufwiegen, gerade so, wie es ins das eigene Weltbild passt. Wir fragen Sie: Was wäre, wenn es Ihr Kind wäre? Mit Schrecken erwarten wir GRÜNE die kommenden vier Jahre einer herzlosen Großen Koalition.“

Verwandte Artikel